Wort an die Gläubigen Juli 2021 – Erzbischof Reinhard Kardinal Marx

Brief von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zum Download.

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Glauben Sie an Wunder?

Wunder können manchmal ganz klein sein: Wunder des Alltags. Ein wunderschöner Regenbogen am Himmel, das Keimen der Natur im Frühling, die Ernte im Sommer, Sonnenaufgang und Untergang, aber auch das Wunder der Liebe und Freundschaft, das Wunder der Gesundheit. Vieles wird uns erst als Wunder bewusst, wenn es uns fehlt.

Im Mittelpunkt des Evangeliums vom 17. Sonntag im Jahreskreis steht in diesem Jahr das Wunder der Brotvermehrung, wie es uns der Evangelist Johannes aufgeschrieben hat (Joh 6,1-15). Das Wunder, wie Jesus das Brot vermehrte, wird eigentlich gar nicht berichtet, eher liegt der Akzent auf dem Austeilen, dem Teilen des wenigen Brotes und der Fische und im Ergebnis: Alle wurden satt. Die Menschen erkennen in Jesus den Propheten, der in die Welt kommen soll.

Mir kommt es auch als Wunder vor, dass die Kirche seit ihren Anfängen bis heute existiert, trotz aller Verfehlungen und Irrwege in Vergangenheit und Gegenwart. Was hat sie nicht alles durchgestanden, und dennoch gab es immer wieder auch leuchtende Vorbilder in und für die Kirche. An diesem Wochenende wendet sich unser Erzbischof Reinhard Kardinal Marx mit einem Brief an alle Gläubigen des Erzbistums, in dem er auf einen großen Epochenwandel hinweist, den wir momentan in der Kirche und in der Gesellschaft erleben. Er geht noch einmal ein auf die unsäglichen Missbrauchsvorfälle in der Kirche und auf seine Bereitschaft Verantwortung dafür zu übernehmen und nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wir werden seinen Brief in den Gottesdiensten bekannt machen.

Das Seelsorgeteam des Pfarrverbands Menzing wünscht Ihnen allen schöne Sommerferien, in denen Sie die nötige Erholung finden können!

Ulrich Bach


Hinweis:
Falls Sie keine Gelegenheit haben, die Botschaft von Kardinal Marx in einem Gottesdienst zu hören, können Sie sie auch ab Montag 26.07.21 hier lesen.

Bild: Martha Gahbauer In: Pfarrbriefservice.de

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Sonntagsevangelium Mk 6, 30–34 / Beitrag von Barbara Maurus

Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. Und er sagte zu ihnen: „Kommt doch ganz allein mit mir an einen abgelegenen Ort und ruht euch ein wenig aus!“ Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen. Und sie fuhren in dem Boot an einen einsamen Ort, ganz allein.
Allerdings sahen die Leute, wie sie losfuhren, und viele erfuhren davon. Zu Fuß liefen sie aus allen Städten zusammen und liefen voraus. Und als er ausstieg, sah er eine große Menschenmenge. Er empfand Mitleid mit ihnen, weil sie wie Schafe waren, die keinen Hirten haben. Und er begann, sie vieles zu lehren.
Mk 6, 30–34, Quelle: offene-bibel.de

Zu seiner Zeit war Jesus das, was wir heute einen „Promi“ nennen. So stellt ihn zumindest der Evangelist Markus dar. Nirgendwo kann Jesus hingehen, ohne dass er erkannt wird. Und wo er auch auftaucht, wird er sofort von Menschenmassen umlagert. Nicht aus Sensationslust, sondern weil die Menschen spüren, dieser Jesus hat wirklich etwas zu sagen. Seine Worte und sein Handeln haben eine tiefe Qualität, lassen Gottes Nähe und Liebe durchscheinen. Und Jesus nimmt die Menschen, die zu ihm kommen, ernst und begegnet ihnen, so wie sie sind, ohne jegliche Vorbedingung. Er hat für jeden eine lebens-not-wendige Botschaft.

Wie sehr würden wir auch heute wünschen, dass die Kirche die Menschen in ihren, in Jesu, Bann zieht und ihnen etwas zu sagen hat, was ihr Leben bewegt. Leider erleben wir in diesen Tagen häufig das Gegenteil. Viele Menschen fragen sich, ob sie überhaupt noch in der Kirche bleiben wollen.

Bleiben oder gehen? Kirchenaustritt oder kirchliches Engagement? Vielleicht fragen wir uns das mitunter auch …? Die Besinnung auf die Botschaft Jesu und der Blick auf seine Art zu leben kann uns immer wieder mit dem wirklich Wesentlichen des Lebens in Berührung bringen: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Barbara Maurus

Bild: „Boot See Einsamkeit“ auf Pixabay.

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Die Kirche ist lebendig – Gedanken zum Sonntag

Inzwischen hat Papst Franziskus das Rücktrittsangebot unseres Erzbischofs abgelehnt. Er hat dies mit einem sehr persönlichen Schreiben an ihn getan und stärkt damit alle Reformbemühungen in unserem Bistum, in unserem Land und in der Weltkirche. Allerdings geht er in keiner Weise auf die Opfer des Missbrauchs ein – insofern bleibt ein etwas zwiespältiger Eindruck. Andererseits sind wir froh, dass uns unser Erzbischof erhalten bleibt, denn sonst hätten wir bald die Unsicherheit gespürt, wer da als Nachfolger kommen wird. Soweit dieser aktuelle Hinweis.

Jesus verwendet so manches Mal Bilder und Vergleiche aus der Natur, bzw. der Landwirtschaft. So passen die Texte für diesen 11. Sonntag im Jahreskreis sehr gut zu einem Gottesdienst im Freien – und wir hoffen, dass wir ihn so an diesem Sonntag um 09.00 Uhr in St. Leonhard feiern können.

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; die Erde bringt von selbst ihre Frucht.
Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn. (aus Mk 4.26-34)

Die Texte des heutigen Sonntags passen in die jetzt beginnende Sommerzeit. Bilder von Kornfeldern tauchen vor mir auf, Wege durch schöne Landschaften mit bunten Blumen, üppigem Grün und mächtigen Bäumen. In südlichen Ländern, dort wo es lange trocken ist oder sogar schon ganze Landstriche verkarstet sind, da geht mir manchmal auf, wie schön und wohltuend ein großer, schattenspendender Baum sein kann.

Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, automatisch, genau dieses Wort steht im griechischen Text (!), das gilt auch für viele unserer Gemeinden. Kirche lebt nicht zuerst von der Verwaltung, die Kirche ist lebendig!
Der bengalische Dichter Thakur sagt: „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten“. Deswegen wollen wir unseren Sonntagsgottesdienst im Garten feiern!

Ulrich Bach

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Gedanken zum Evangelium – 10. Sonntag im Jahreskreis (Mk 3, 20–35)

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich …? Nach dem ersten Lesen des Evangeliums von diesem Sonntag bleibt man erstmal etwas verwirrt zurück. Vieles in den 15 Versen ist schwer zu verstehen: Viele Menschen sind von Jesus angetan, kommen zusammen, wollen ihm zuhören, ihm begegnen, doch seine Angehörigen halten ihn „von Sinnen“ und wollen ihn nach Hause holen. Für die Schriftgelehrten ist Jesus gar von einem bösen Geist besessen. Und schließlich erstaunt noch die große Schroffheit, mit der Jesus seiner Mutter und seiner Familie begegnet und sie zurückweist.

Manchmal kann es eine Verstehenshilfe sein, die Schriftstelle vom Ende her zu lesen. Denn oft setzen die Evangelisten die Wesentliche einer Szene ans Ende. Dort lesen wir: „Wer den Willen Gottes tut, ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“

Im heutigen Sonntagsevangelium geht es vor allem um einen klaren Willen, der sich an Gottes Willen orientiert und weniger an seinem oder ihrem eigenen.

In allem, was ich tue und entscheide, mich immer wieder zu fragen, was ist darin Gottes Wille, und wie kann ich mit meinem Handeln in Jesu Fußspuren gehen, auch gegen manche Widerstände von außen oder innen, könnte ein Impuls aus diesem Sonntagsevangelium sein, der uns weiterhilft! Und schließlich hören wir die Zusage, dass alle, die Gottes Willen tun, zur Familie Jesu gehören.

Barbara Maurus

Bild: Charisma und Ordnung, Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

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Boellmann – Suite Gothique

gespielt am Pfingstsonntag von Eduard Steinbügl, an der Chororgel der Pfarrkirche Leiden Christi.

Boëllmann schuf in seinem kurzen Leben 160 Kompositionen. Die Orgelwerke sind im spätromantischen Stil von César Franck und Camille Saint-Saëns komponiert. Sein bekanntestes Werk ist die Suite gothique op. 25 (…). 
(Text aus Wikipedia – bitte klicken Sie, wenn Sie den vollständigen Artikel über den Komponisten lesen möchten)


Satz 1 | Introduction-Choral


Satz 2 | Menuet gothique

gespielt am Pfingstsonntag, an der großen Orgel der Pfarrkirche Leiden Christi (Live-Aufnahme aus dem Gottesdienst).


Satz 3 | Pière à Notre-Dame


Satz 4 | Toccata (c-Moll) 

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Der Dreifaltigkeitssonntag

Der Dreifaltigkeitssonntag
– ein Hochfest in unserer Kirche seit über 650 Jahren. Doch als Hochfest wird dieser Sonntag oft nicht wahrgenommen, wahrscheinlich weil der Inhalt dieses Festes vielen Gläubigen eher Schwierigkeiten bereitet: In der Bibel hören wir vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist – doch wir Christen glauben an den einen Gott… Einer soll drei und drei sollen einer sein?

Der Glaube an die Dreifaltigkeit Gottes gehört zwar zum selbstverständlichen Vollzug unseres Glaubens in Gebet und Liturgie, so bekreuzigen wir uns z.B. immer im Namen des dreifaltigen Gottes, dennoch wird dieser Glaube im Alltag kaum reflektiert. Wenn nun ein eigener Sonntag diesen Glaubensinhalt in das Zentrum des Nachdenkens stellt, offenbart sich eben auch daran die Schwierigkeit des Verstehens.

Darum lässt sich die Antwort nicht in ein paar Sätzen sagen und braucht vielleicht ein immer wieder neues darüber Nachdenken. An dieser Stelle ein zugegebener kurzer Versuch:
Die Dreifaltigkeit sagt etwas aus über Gott, seine Beziehung zu den Menschen und über die Beziehung zwischen den Menschen. Das Wesentliche ist Liebe.
Gott ist die unendliche Liebe. In Jesus Christus ist diese Liebe Mensch geworden. Und weil Gott als Liebe immer bei uns, die er liebt, sein möchte, ist er auch der Heilige Geist und damit täglich in Liebe an unserer Seite.

Ich wünsche Ihnen an diesem Dreifaltigkeitssonntag wieder neu das Spüren und Wahrnehmen dieser allumfassenden Liebe Gottes.

Barbara Maurus

(Bild: „Dreifaltigkeitsikone“ von Andrei Rubljow, etwa 1411, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/Angelsatmamre-trinity-rublev-1410.jpg, Bildnachweis: gemeinfrei)

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Einladung zu den Pfingstgottesdiensten

Auch in diesem Jahr stimmen wir uns ein auf das Pfingstfest mit einem eigenen Gottesdienst am Vorabend, einer

Feierlichen ökumenischen Vesper mit Lichtritus und Gesängen des Kammerchors „Capella Passionis“

am Samstag, 22. Mai 2021 um 20.00 Uhr in der Pfarrkirche Leiden Christi.

Mit diesem Abendlob wollen wir einen ähnlichen Akzent setzen wie an Weihnachten und an Ostern; an diesen Tagen wird ja auch der Vorabend eigens mit einem feierlichen Gottesdienst gefeiert – zusätzlich zu den Festgottesdiensten am eigentlichen Festtag.

„Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem (…) und bis an die Grenzen der Erde.“ (Apg 1,8) Diese Zusage und dieser Auftrag gilt uns allen bis heute: Zeugen sein für den Messias, den auferstandenen Jesus Christus. Der Pfingsttag mit seinen Festgottesdiensten (bei uns auch noch angehängt der Pfingstmontag) schließt dann den Osterfestkreis ab. Die Osterkerze wird nach dem Festgottesdienst nicht mehr in der Mitte des Altarraums stehen, sondern in der Nähe des Taufsteins, wo sie bei Tauffeiern brennt. Dort erinnert sie uns das ganze Jahr über an das österliche Licht, von dem auch im Pfingsthymnus „Veni sancte spiritus aus dem Jahr 1200 die Rede ist:

Komm herab, o Heilger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Ulrich Bach

Bildnachweis: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

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Die Freude am Glauben

Liebe Gemeinde,

im Evangelium dieses Sonntags spricht Jesus von der Freude. Die Freude am Glauben, die Freude an unseren Mitmenschen, die Freude am Leben – sie alle sind Zeichen für Lebensfülle. Und Gott möchte, dass wir ein erfülltes Leben voller Freude haben.

Gerade in anstrengenden und frustrierenden Zeiten, so wie jetzt gerade, ist es wichtig sich auf die Freuden des Lebens zu besinnen. Damit tun wir uns selbst und anderen etwas Gutes.

Am Sonntag um 10:30 in Leiden Christi tun uns die Firmlinge etwas Gutes. Sie übernehmen den Ordner- und Lektorendienst und bringen ihre selbst verfassten Fürbitten mit. Sie lassen uns teilhaben an ihren Gedanken und Bitten und übernehmen wichtige Aufgaben im Gottesdienst.

Das ist etwas, das mir Freude bereitet. Mir bereitet außerdem Freude, dass ich nächste Woche mit meiner zweiten Dienstprüfung fertig werde, dass ich in den Pfingstferien zwei Wochen Urlaub habe, dass bald die Eishockey-WM losgeht und dass meine Großeltern nächste Woche ihre Diamantene Hochzeit feiern. Vielleicht finden Sie die Tage ein bisschen Zeit, um darüber nachzudenken, was Ihnen Freude bereitet und wie Sie diese Freude mit anderen teilen können.

Clara Schönfelder

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Gottesdienst mal anders am 15.05.21 in Leiden Christi

Der Gesprächskreis „Blickpunkt Hl. Land“ lädt gemeinsam mit Pax Christi München zum „Gottesdienst mal anders“ ein – am Samstag, 15. Mai, 17.30 Uhr in Leiden Christi.
Unter dem Thema „Schau genau!“ erinnern wir an den 14. Mai 1948, den Tag, an dem der Staat Israel ausgerufen wurde. Ein Freudentag für die Juden! Der Beginn der Entwurzelung für die Palästinenser.

Judith Bernstein, Tochter jüdischer Eltern, die vor den Nazis nach Palästina geflohen waren und Fuad Hamdan, Palästina Forum München e.V., dessen Vorfahren die Vertreibung aus ihrem angestammten Dorf erlitten, setzen sich seit vielen Jahren gemeinsam und trotz vieler Anfeindungen für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden zwischen Israel und Palästina ein. Sie möchten auch unseren Blick für die Menschenrechtsverletzungen schärfen.

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