Gedanken zum weißen Sonntag von Pfarrer Ulrich Bach

Gedanken zum weißen Sonntag von Pfarrer Ulrich Bach:

„Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! (…) Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! (…) Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. (…)

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! (…) Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ (aus Joh 20)


Liebe Gemeinde, liebe Besucher*innen unserer Kirchen im Pfarrverband Menzing,
seit etwas mehr als fünf Wochen können wir uns nicht zur Gottesdienstfeier in unseren Kirchen versammeln. Für mich ähnelt diese Situation schon ein wenig der Verfassung der Jünger im Evangelium, das immer am 2. Sonntag der Osterzeit gelesen wird: Sie sind nach den verstörenden Ereignissen des Leidens und Sterbens Jesu, seiner Grablegung und dann nach der Botschaft der Auferstehung, die sie von den Frauen vernommen haben, völlig verängstigt und schließen sich ein. Noch ist fast nichts zu spüren von der ungeheuren Sprengkraft, die das Evangelium von Ostern in sich trägt. Nur langsam bahnt es sich den Weg in die Herzen der Jüngerinnen und Jünger.
Wann werden wir wieder öffentlich Gottesdienste feiern können, wann können wir den Osterjubel, das Halleluja wieder gemeinsam singen? … Weiterlesen.

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/Thoerl_Pfarrkirche_St_Andrae_Passion_16_Christus_und_der_unglaeubige_Thomas_08022013_277.jpg, siehe auch Bildnachweise.


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