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SG BB SW
Errichtet am 1. Juli 2011 durch
Erzbischof Reinhard Kardinal Marx
Weihbischof Engelbert Siebler
Prälat Prof. Dr. Dr. Peter Beer, Generalvikar
Klaus Günter Stahlschmidt, Dekan
urkunde

Aufgrund des Anwachsens der Bevölkerung Obermenzings war nicht nur die alte Georgskirche für den Sonntagsgottesdienst viel zu klein geworden, sondern auch die Errichtung eines neuen Ortszentrums wünschenswert. Für dieses ehrgeizige Projekt konnte man den jungen ortsansässigen Architekten Regierungsbaurat Georg Wilhelm Buchner (1890–1971) – Sohn des Malers Georg Buchner gewinnen. Er gab der Kirche nach außen hin ein bewusst an historisch gewachsenen Gotteshäusern Oberbayerns orientiertes Aussehen mit breit gelagertem basilikalen Langhaus, eingezogem polygonalen Chor spätgotischer Prägung und daran angefügtem Turm mit »barocker« Zwiebel.

In der wirtschaftlich schlechten Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war man froh, für den sonst kaum in dieser Schnelligkeit und Qualität möglichen Bau der neuen Obermenzinger Pfarrkirche einen Geldgeber gefunden zu haben: Auf Veranlassung von Kardinal Michael von Faulhaber, dem damaligen Erzbischof von München und Freising, musste dazu der Orden der Passionisten (Congregatio Passionis Iesu Christi = Kongretation vom Leiden Christi) als Preis für seine neue Niederlassung in der Pasinger »Gatterburg«, von der aus er auch heute noch in Volksmissionen etc. seelsorgerisch wirkt, 20.000 US-Dollar aus nordamerikanischen Spenden beisteuern. Zur Erinnerung und als Anerkennung dafür wurde die daran vorbeiführende Straße nach dem Orden benannt und bekam die neue Pfarrkirche das – auch im Trend der Nachkriegs- und Notzeit liegende – Patrozinium »Leiden Christi«. Dementsprechend wird das Hauptportal des anfangs meist als »Passionskirche« bezeichneten Gotteshauses von Szenen aus der Passion Christi umrahmt; dazu passt auch die (nicht ursprüngliche) Kreuzigungsgruppe im Chor.

Der Grundstein der Kirche wurde am 3. Juni 1923 durch den Münchner Generalvikar (und späteren Regenburger Bischof) Dr. Michael Buchberger gelegt, ihre Konsekration erfolgte am 9. November 1924 durch Kardinal Michael von Faulhaber.

Gottesdienste:
Mittwoch, 8.00 Uhr Frauenmesse
Samstag, 17.30 Uhr Vorabendmesse
Sonntag, 10.30